Luft

Der Stadttunnel Feldkirch bietet weder eine ganzheitliche, noch eine zukunftsfähige Lösung, um die Belastung durch Luftschadstoffe deutlich zu verbessern und die Verkehrssituation in Feldkirch nachhaltig zu entlasten. Die Bärenkreuzung hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht und zählt mit über 40.000 KFZ pro Tag zu einer der am stärksten belasteten Kreuzungen in Vorarlberg, an denen überhaupt gemessen wird.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Grenzwerte auch an anderen verkehrsbelasteten Stellen in Feldkirch bzw. Vorarlberg überschritten werden, an denen sich aber keine Messstellen befinden. Auch beim Merkurkreisverkehr in Rankweil oder an der L60 sind die Verkehrszahlen und die Abgaswerte bereits problematisch - diesen Anrainern wird mit dem Stadttunnel keine Lösung geboten.

 

Es sind hauptsächlich die Schadstoffe Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10), die maßgeblich durch Dieselfahrzeuge verursacht werden und deren Grenzwertüberschreitungen als Rechtfertigung für den Tunnelbau herhalten müssen. Eine Verringerung der Treibhausgase wird durch den Tunnel ebenfalls nicht erreicht.

Nach dem Bau des Tunnels sollen 75 % der Abgase und den darin enthaltenen Schadstoffen über einen 10m hohen Kamin über dem Stadtschrofen ins Freie geblasen werden. Technisch ausgereifte Filteranlagen für die Stickoxyde und Feinstaub gibt es allerdings nicht. Damit wird die ungereinigte Tunnelabluft großräumig oberhalb der Stadt verteilt.

Die restlichen 25 % der Abgase werden durch die Portale Tisis, Tosters und Felsenau abgeführt. Dadurch kommt es an diesen Portalen zu lokalen Zusatzbelastungen. Die Luftbelastung bleibt also durch den Tunnel gleichgroß bzw. steigt durch eine zusätzliche Verkehrszunahme weiter an. Lediglich die Verteilung auf das Stadtgebiet ist eine andere. 

 

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